Manchmal geschehen Dinge im Leben, die schon etwas skurril sind und mitunter unwirklich anmuten. Eine recht gesunde Lebenseinstellung ist dabei, diese Dinge nicht allzu ernst zu nehmen, Humor zu beweisen und drüber zu stehen. Mitunter ist das jedoch sehr sehr schwer. So wie in dieser einen Nacht im Harz …

Es war an einem Freitagabend, der nicht ganz so planmäßig verlief, wie meine Freundin Silke und ich uns das vorgestellt hatten. Schon die Abreise gestaltete sich schwierig, war doch dieses und jenes noch einzukaufen, abzuholen und, überhaupt das schwierigste, von der Arbeit wegzukommen. Nachdem diese Hürde genommen war, ging es, natürlich über kleinere Umwege, ab in Richtung Harz.

Geplant war ein Wochenende in der Runde der Mitazubis meiner Freundin. Die Abschlussfahrt der Gruppe, leicht chaotisch und amüsant organisiert, aber der Eindruck war ein ganz guter. Bis wir ankamen…

Doppelhaus im Feriendorf Blauvogel:

Feriendoppelhaus im Erlebnisdorf Blauvogel

23:00 Uhr
Ich bin von Hause aus ein umgänglicher Mensch, behaupte ich von mir zumindest, und nicht unbedingt anspruchsvoll. Es gab schon Hütten, da hab ich auf einer Sitzbank im freien geschlafen und wurde von Hunden geweckt, die vom Herrchen von der Leine gelassen wurden. Praktisch, so eine Hundezunge am morgen, das erspart das Waschen. Was mir aber wichtig ist, dass eine gewisse Gemeinschaft in Gruppen herrscht. In der Runde der Azubis ist das etwas anderes, zumindest für mich als außen Stehenden. Nach unserer Ankunft interessierte sich erstmal niemand für irgendwas. Es war ganz egal, dass wir sämtliche Lebensmittel fürs Wochenende dabei hatten, oder auch überhaupt erst um 23 Uhr ankamen. Irgendwie fühlte sich keiner berufen, uns mal über die Verteilung von Schlafplätzen oder sonstige Dinge zu informieren. Irgendwie kam nur ein: »Was wollt ihr Trinken?« bei uns an. Wichtig, wenn man hundemüde von ner stundenlangen Fahrt über schneebedeckte Straßen ankommt.

Irgendwie merkwürdig das alles. Aber wir haben zumindest die Information bekommen, dass im zweiten Haus noch Schlafplätze frei seien. Also wackelten wir zwei Häuser weiter, um unsere sieben Sachen dort auszuladen. Aber: Erst mal Bude begutachten. Wir also rein in die gute Stube und was sehen wir: Ein komisches, seltsam anmutendes Lebewesen auf der Couch. Ich nenne nun bewusst keine Namen, aber damit es sich jeder vorstellen kann, hier eine Beschreibung: